Seesport

Jollenmehrkampf „Blauer Kristall“ in Erfurt

Am Wochenende vom 20. und 21. September veranstaltete der Club Maritim Erfurt gleichzeitig den Jollenmehrkampf „Blauer Kristall“ und Wertungsläufe des MarineRegattaVereins (dahinter steckt der Deutsche Marinebund). Nachdem sich bei den letzten Wettkämpfen eine sehr erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Jessica Köhler vom Seesportclub Saalfeld und Lukas Busch unseres Seesportclubs Zwickau herausgestellt hat, wollte dieses Duo natürlich auch die Siege in diesem Jollenmehrkampf einfahren – und das gelang mit geradezu traumwandlerischer Sicherheit.
Außerdem startete vom Seesportclub Zwickau Sascha Busch als Steuermann und wurde hervorragend ergänzt durch Gundula Witton vom Seesportclub Meuselwitz. Beide mussten seglerisch zwar auf stark unterlegenes Material zurück greifen – spannende Positionskämpfe waren trotzdem auf dem Wasser garantiert.
Und während in der Heimat zuweilen Petrus zu stark die Schleusen öffnete, hatten alle Teilnehmer ausreichend Glück mit dem Wetter und wurden vom Erfurter Servicepersonal angenehm umsorgt.

Deutscher Meister im Jollenmehrkampf

Am 6. und 7. September 2014 fand in Wintersdorf am und auf dem Haselbacher See die Deutsche Meisterschaft im Jollenmehrkampf statt. Jessica aus Saalfeld trat als Steuerfrau gemeinsam mit Lukas in der 420er-Jolle an. Nach einem sehr guten Landwettkampf, bei dem sich vor allem das Training an der Knotenbahn in den letzten Wochen auszahlte, folgte am Sonntag noch die Segelregatta. Diese wurde grandios gewonnen, wodurch der Gesamtsieg sicher feststand. Damit haben wir in unserem Verein einen aktuellen Deutschen Meister!

Herzlichen Glückwunsch Jessica Köhler & Lukas Busch! Viel Erfolg bei den weiteren Wettkämpfen!

 

2014 DM JMK 420 - Jessica und Lukas

Hansesail in Rostock

Nach 6 Jahren Abstinenz in Rostock konnten wir dieses Jahr wieder das große Ereignis erleben. Dazu reisten einige Teilnehmer schon am Mittwoch an und konnten das THW dazu bringen, unseren Kutter vorzeitig zu kranen.

Gelände

Gelände

Das erste Training startete damit schon am Freitag. Wir segelten die Warnow hoch bis zum Ende der Mole. Der Wind stand etwas ungünstig und wehte schwächer. Dadurch benötigten wir glatte 5 Stunden für diese Strecke. Über Backbord bogen wir Richtung Badestrand am Neptun-Hotel ab. Unser vorzügliches Ankermanöver wurde leider von der Wasserwacht nicht mit Wohlwollen betrachtet. Obwohl wir eigentlich eine Sandstrandung à la Fluch der Karibik im Sinn hatten, wurden wir schnell wieder aus dem Badebereich verscheucht. Also musste das Strandschwimmen länger ausfallen.

Badestrand

Badestrand

Heimwärts segelten wir auch nicht viel schneller, mussten auch Rücksicht auf loslegende Kreuzfahrtschiffe nehmen. Pünktlich und geschafft legten wir am Steg gegen 20 Uhr an.

Ruhiges Heimsegeln

Ruhiges Heimsegeln

Am nächsten Tag erfolgte der scharfe Start um 10 Uhr. Aufgrund des vorzüglichen Südostwindes konnte fast sofort mit Spinnaker gesegelt werden. Die Landschaft flog nur so vorbei. Bereits nach 1 1/2 Stunden war der Molenkopf passiert. Die offene Ostsee empfing uns mit viel Wind und höherem Wellengang. Unsere Mannschaft war international besetzt. Caro aus Polen war begeistert vom offenen Meer. Die erste Tonne wurde gerundet, die nächste noch nicht in Sicht. Und so folgten alle den voraussegelnden Schiffen. Um uns zu prüfen, öffnete Petrus seine Schleusentore vollständig – ein wahrer Wolkenbruch ging nieder.

Petrus zeigt seine Macht

Petrus zeigt seine Macht

An der nächsten Tonne folgten wir einfach dem Pulk – ein großer Fehler, wie es sich im Nachgang herausstellte. Die eigentliche Wendetonne war deutlich näher am Strand, aber weder sichtbar, noch waren die Tonnen beschriftet. Unseren Fehler bemerkten wir erst nach dem Zieldurchgang – ebenso wie 20 andere Boote. Damit gab es (wohl zum ersten Mal) nur 3 erste Plätze und danach 21 Disqualifizierte!!! Die Stimmung war trotzdem kaum getrübt, alle stürzten sich nach dem Frischmachen und Übersetzen in das Getümmel der Hansesail.
Die Heimfahrt wurde dann noch einmal zur extremen Geduldsprobe. Stau an Stau. Aber die positiven Eindrücke überwogen – ein Start am 08.08.2015 steht damit wohl schon fest im Kalender!

Panorama

Panorama

Segellager in Meuselwitz

Der Seesportclub Meuselwitz bietet seit Jahren in den Sommerferien ein einwöchiges Segellager an. Über die Ländergrenzen hinweg möchten wir in unserem Umkreis die Zusammenarbeit intensivieren und freuten uns, dass zwei Jugendliche an diesem Segellager auf Jollen teilnehmen durften. Hier einen kurzen Abriss über das Segellager:

Angereist sind wir am Samstag vormittag direkt auf das Gelände des Meuselwitzer Seesportclubs. Dort wurden die Zelte aufgeschlagen, Regatta- bzw. Rettungswesten an alle Kinder und Jugendliche verteilt und ein Elterngespräch durchgeführt. Alles ging routiniert über die Bühne, beim ersten Anbaden staunten wir über das glasklare Wasser des Hainbergsees und hatten Besuch von Gästen…

Segellager Meuselwitz - Camp

Segellager Meuselwitz – Camp

Der erste Tag ging natürlich mit dem Kennenlernen und einem Lagerfeuer zu Ende. Der Ablauf des nächsten Tages wurde zum Vorbild für die gesamte Woche. Los ging es mit Frühsport – den die Ersten schon zum Baden nutzten, danach folgte natürlich das Frühstück. Im Anschluss fuhren wir per Multivan zum Haselbacher See. Dort riggten wir die Jollen auf und konnten endlich auf‘s Wasser. Der praktische Anteil stand deutlich im Vordergrund, durch mehrere Trainerboote (auch vom AquaFun Wintersdorf, die zeitgleich ein Optilager durchführten) war eine intensive Betreuung gegeben.

Haselbacher See

Haselbacher See

Mittagessen gab es vor Ort, am Abend ging es ziemlich geschafft heim. Das hielt trotzdem einige nicht davon ab, noch Rabatz zu machen. Der „Lohn“ dieser Auswüchse bestand dann in intensiver Küchenarbeit…
Als Höhepunkte standen am Mittwoch der Freizeitpark Plohn auf dem Plan und am Donnerstag sogar Wasserskifahren auf dem Kulkwitzer See.
Die Jollen- und Optimistengruppen fuhren dann gemeinsam an diesem Tag nach Leipzig und teilten die große Gruppe zu 2 kleineren Gruppen, je nach Leistungsstand. Während die erste Gruppe sich ausprobierte, machten sich die anderen an‘s Essen. Nach einer Stunde wurde gewechselt, doch nicht alle wollten aufhören, so dass auch der ein oder andere noch eine Stunde weiter machte.
Ein gelungener Tag für die sportbegeisterten Jungs und Mädchen!
Am Freitag, dem vorletzten Tag, wurde noch ein letztes Mal gesegelt.

420er

420er

An diesem Tag lief alles gut und die Segler konnten genau das umsetzen, was sie in der Woche gelernt hatten. So entstand auch das wunderbare Bild, auf dem 2 Jollen mit stehendem Spinnaker zu sehen sind.
Am letzten Abend versammelten sich alle und genossen zusammen die Stimmung, die durch ein Lagerfeuer und einer Bilderpräsentation erzeugt worden ist.
Samstag machten sich alle an‘s Packen. Als Erinnerung wurde eine CD mit Videos und Bildern übergeben, aber auch ohne CD wird sicherlich jeder mit einem inneren Lächeln an die Zeit zurück denken!

Deutsche Mannschaftsmeisterschaft Seesportmehrkampf

Am 28. Juni fand in Leipzig die Deutsche Meisterschaft im Seesportmehrkampf statt. Von Zwickau wurde ein Teilnehmer gemeldet, nur scheint nicht nur die Anmeldung im vorhinein schief gegangen zu sein.
So musste – obwohl von der gemeldeten Schwimmzeit der Schnellste – unser Lukas in der Altersklasse der 40jährigen Männer beim Schwimmen starten, mit der Folge, dass ein direkter Vergleich nicht möglich war. Die technischen Disziplinen müssen zukünftig intensiver trainiert werden, aber beim Laufen wurde einiges wieder wettgemacht. Und so sprang zum Schluß der Titel als Deutscher Vizemeister im Seesportmehrkampf in der Altersklasse 4 heraus. Herzlichen Glückwunsch!

Deutsche Meisterschaft Seesportmehrkampf in Leipzig

Deutsche Meisterschaft Seesportmehrkampf in Leipzig

Seathlon in Erfurt – Biathlon für Seesportler

Beim Jollenmehrkampf im Mai in Hof wurde uns die Teilnahme an einem Seathlon in Erfurt wärmstens ans Herz gelegt. Die Besonderheit liegt in der vom Biathlon angelehnten Abfolge: Laufen-Knoten-Laufen-Wurfleine-Laufen. In seiner Altersklasse deklassierte Lukas dabei die Konkurrenz durch sehr gute Laufleistungen und das schnelle Werfen der Mindestweite mit der Wurfleine.

Seathlon in Erfurt

Seathlon in Erfurt

19. Müritzpokal im Kuttersegeln

Jedes Jahr gibt es äußerst stark angenommene Segelregatten in unserem Seesportclub. Absolutes Highlight ist der Müritzpokal in Waren/Müritz. Sei es, weil zeitgleich das Volksfest „Müritzsail“ stattfindet, dieser Wettkampf einer der ersten im Jahr ist oder einfach nur die Organisation sehr angenehm ist – oft melden sich mehr Mitsegler, als das für eine Regatta erforderlich wäre. So sind dieses Jahr 9 Segler auf dem Kutter ZK10 gestartet, obwohl das Reglement nur auf eine Mindestbesatzung von 6 Mann verweist. Anscheinend wurde das Gewichtshandicap aber durch eine außergewöhnlich gute Segelleistung und Glück bei der Routenwahl mit einem noch nie erreichten 9. Platz mehr als ausgeglichen. Hoffen wir, dass der nächstjährige 20. Müritzpokal nicht der letzte sein wird und sich Nachfolger im Organisationsbüro finden mögen.

Z220 auf der Binnenmüritz

Z220 auf der Binnenmüritz

3. Frankencup in Hof

Vom 2. bis zum 4.Mai fand am Untreusee in Hof wieder der erste Jollenmehrkampf für unseren Verein statt. Mit noch nicht eingespielter Besatzung auf dem Ixylon und einer Notbesetzung auf dem Optimisten erreichten wir zwar keine Topp-Platzierung aber viele Lerneinheiten. Noch wichtiger waren aber das erneute Knüpfen von Kontakten und die Gemeinschaft der Jollensegler. Dieser Wettkampf ist einfach ein „Muss“ in unserem Regattakalender!

3. Frankencup JMK in Hof

3. Frankencup JMK in Hof – Ankunft bei kühlen Bedingungen

3. Frankencup JMK in Hof

3. Frankencup JMK in Hof – Wurfleinewerfen am Sonntag unter Sonne

3. Frankencup JMK in Hof

3. Frankencup JMK in Hof – Segelregatta mit Opti, Ixylon und 420

Ende 2013 und Ausblick auf 2014

Das Jahr 2013 ist Geschichte und unser Verein hat ein sehr wechselvolles Jahr hinter sich.

Von vielen unbemerkt, beginnen die ersten Arbeiten an den Booten immer dann, wenn die Temperaturen einen Farbanstrich erlauben. Offizieller Start für die Segelsaison ist das Ansegeln am 1.Mai, danach erfolgt schon im Mai die große Regatta an der Müritz. – Ein wirklich verregnetes Wochenende im Jahre 2013 konnte aber den meisten von uns nicht den Spass verderben. Im August besuchten unsere Jugendliche das CMI-Jugendsegellager und kamen begeistert zurück.

CMI 2013 in Plön

Anlegemanöver ZK10

In der zweiten Jahreshälfte schlossen sich unsere Grossveranstaltungen – wie das Zwikkifaxx, ein Badewannenrennen oder auch das Drachenbootrennen – an. Leider mussten wir aufgrund kurzfristiger Absagen die Teilnahme am Spreewaldpokal aufgeben. Das wird sich 2014 nicht wiederholen. Dagegen nahm auch eine Crew auf ihrem privaten 470er an einigen Regatten teil.

Nun also neues Jahr, neues Glück. Angekündigt haben sich wieder einige größere Veranstaltungen auf unserem Vereinsgelände. Dabei wird auch gerne unser Bootsrepertoire genutzt. So langsam aber sicher muss doch einmal über eine Erneuerung nachgedacht werden, die anfallenden Arbeiten sind von den wenigen technisch interessierten Mitgliedern kaum noch zu stemmen.
Die Teilnahme am Müritzpokal ist fest eingeplant und eine Idee wird wieder aufgegriffen. Wir möchten ein einwöchiges Segellager zur Vorbereitung auf die Hansesail in Rostock durchführen. Der Spreewaldpokal am Schwielochsee steht dieses Mal mit einer geänderten Mannschaft auf dem Plan. Unsere Jugendlichen warten schon brennend auf die Terminveröffentlichung des CMIs. Einige bilden sich zum Rettungsschwimmer weiter, andere starten die Übungsleiterausbildung. Unsere Kenntnisse stellen wir auch bei Klassenfahrten zur Verfügung. So reisen zwei Mitglieder im Juni an die Ostsee, um dort die Kutter ZK10 zu segeln. Der Seesport soll wieder mehr Gewicht bekommen. Wir möchten dies vor allem bei Jollenmehrkämpfen und Stadtläufen beweisen. Auch für diese Außenwirkung werden bis zum Ansegeln neue T-Shirts gekauft.

Wir freuen uns immer wieder über neue Mitglieder und möchten gerade auch hier in Zwickau die maritime Vielfalt zeigen und leben.